Programm „Fußball trifft Kultur“ wurde erfolgreich am Standort Köln an der GGS Lustheider Straße durchgeführt
- 24 Kinder, davon 3 Mädchen
- hauptsächlich aus sozial benachteiligten Stadtteilen Kölns
Ziel:
- Stärkung von Sprach- und Lesekompetenzen
- Förderung sozialer Fähigkeiten sowie
- Motivation zu aktiven Lernen
Programm:
Sowohl Kompetenzunterschrift, Trainingseinheiten als auch 2 kulturelle Aktivitäten
Ein Kind, der selbst aus der Türkei zugewandert ist, zeigte sich während des gesamten Programms besonders engagiert. Er spielte dabei bereits im Fußballtraining eine sehr präsente Rolle. Auch im Deutschunterricht zeigt er trotz sprachlicher Herausforderung, was die Rechtschreibung angeht, motivierte und engagierte Leistungen. Das Besondere ist, dass
er die Fähigkeit besitzt, auch den Rest der Gruppe mitzuziehen und zu motivieren. Als einer des älteren Jahrgangs stellt er für viele der Gruppe eine Art Vorbild oder Leitbild dar.
Trainer: Ja, es gab im Verlauf des Programms eine besondere Entwicklung bei einem Kind, das zu Beginn große Schwierigkeiten hatte, sich in die Gruppe einzufinden. Dieses Kind fiel anfangs vor allem durch zurückhaltendes Verhalten und eine deutliche Unsicherheit im sozialen Miteinander auf.
In Gruppensituationen hielt es sich meist im Hintergrund, beteiligte sich nur zögerlich an Übungen und hatte sichtbar Schwierigkeiten, Kontakt zu anderen Kindern aufzubauen. Im sportlichen Bereich zeigte das Kind anfangs nur wenig Selbstvertrauen, vermied Ballaktionen und wirkte überfordert, insbesondere in wettkampforientierten Spielen.
Durch die kontinuierliche Teilnahme am Programm, die feste Gruppenstruktur und die klaren, wiederkehrenden Rituale konnte das Kind jedoch zunehmend Vertrauen aufbauen. Besonders wirkungsvoll waren die spielerischen Übungsformen ohne Leistungsdruck sowie die positive Gruppendynamik, die dem Kind Sicherheit gaben. Es begann Schritt für Schritt, sich aktiver ins Training einzubringen, übernahm Aufgaben beim Auf- und Abbau und suchte den Kontakt zu anderen Kindern. Ein Schlüsselmoment war ein kleiner Wettbewerb während einer Passübung, bei dem das Kind in seinem Team eine entscheidende Aktion ausführte, es erhielt daraufhin
spontanen Applaus von den anderen. Dieses Erlebnis schien wie ein „Türöffner“ zu wirken: Von da an war eine deutliche Veränderung spürbar. Das Kind beteiligte sich häufiger und traute sich in den Spielen mehr zu. „Fußball trifft Kultur“ bot dem Kind einen geschützten Rahmen, indem es ohne schulischen Druck positive Erfahrungen machen, Erfolge erleben und soziale Anerkennung gewinnen konnte. Die Entwicklung zeigte eindrücklich, wie sportpädagogische
Arbeit – in Verbindung mit Geduld, Wertschätzung und klaren Strukturen, Kindern helfen kann, über sich hinauszuwachsen.
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